Occ, ADR und RevPAR

Kennt ihr das Gefühl? Ihr unterhaltet euch mit jemanden und der wirft mit Fachausdrücken nur so um sich. RevPAR? OTA? ADR? Occ? CTA? Im Zuge des Revenue Management haben zahlreiche neue Begriffe und Abkürzungen Einzug in den Sprachgebrauch der Hotellerie gehalten. Jetzt heißt es Vokabeln lernen, damit ihr mitreden könnt und die Bedeutung der Begriffe versteht.

Occ = Occupancy

Occupancy, englisch für Belegung oder Auslastung, beschreibt den Anteil der verkauften im Vergleich zu den verfügbaren Zimmern an. Die Kennzahl gibt an, wie viel der vorhandenen Zimmerkapazitäten belegt sind. In der Ferienhotellerie wird neben der Zimmerbelegung häufig auch die Bettenbelegung berechnet.

Berechnung:

 Occupancy

Das Rechenbeispiel bezieht sich auf ein Jahr (365 Tage). Sollte das Hotel nicht an 365 Tagen im Jahr geöffnet sein, multipliziert man die verfügbaren Zimmer natürlich nur mit der tatsächlichen Anzahl der Öffnungstage.

Beispiel:

Das Hotel „Silberner Hof“ hat im letzten Jahr 39.693 Zimmer verkauft. Das 145-Zimmer-Hotel hatte 365 Tage geöffnet und somit insgesamt 52.925 verfügbare Zimmer. Das ergibt eine Auslastung von 75%.

ADR = Average Daily Rate

Die Average Daily Rate gibt den durchschnittliche erzielten Zimmerpreis an einem bestimmten Tag an. Häufig wird die Kennzahl auch als AHD (Average House Rate) bezeichnet.

Berechnung:

ADR

Beispiel:

Das Hotel „Silberner Hof“ hat am vergangenen Mittwoch € 16.960 Logisumsatz eingenommen und 132 Zimmer verkauft. Daraus ergibt sich eine durchschnittlicher Zimmerpreis von € 128,48.

RevPAR = Revenue Per Available Room

Der wohl wichtigste „neue“ Begriff in der Hotellerie ist der RevPAR. Er setzt den durchschnittlichen Zimmerpreis in ein Verhältnis zur Belegung und gibt den Logisumsatz pro verfügbarem Zimmer an. Der RevPAR gilt als aussagekräftige Kennzahl zum Vergleich von Hotels mit unterschiedlicher Größe und Angebotsstruktur.

Berechnung:

Für die der Berechnung des RevPAR gibt es zwei unterschiedliche Rechenwege:

RevPAR1

Alternativ lässt sich der RevPAR auch so berechnen:

RevPAR2

Beispiel 1:

Das Hotel „Silberner Hof“ hat im letzten Jahr € 3.470.292,25 Logisumsatz erwirtschaftet und 52.925 verfügbare Zimmer. Das ergibt einen RevPAR von € 65,57.

Beispiel 2:

Das Hotel „Silberner Hof“ hat im letzten Jahr eine Belegung von 75% und einen durchschnittlichen Zimmerpreis von € 87,43. Das ergibt einen RevPAR von € 65,57.

Kennt ihr eure Zahlen?

Nun habt ihr drei der wichtigsten und am häufigsten genutzten Kennzahlen des Revenue Management kennengelernt.  Hiermit könnt ihr euch einen Überblick über euer Hotel verschaffen und eure Ergebnisse in das Verhältnis zu euren Mitbewerbern setzten. Probiert es doch gleich mal aus und versucht die Kennzahlen für euer Hotel zu berechnen!

Das war natürlich erst der Anfang… Weitere Fachbegriffe und Kennzahlen werde ich euch hier in Kürze vorstellen.

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